Gepardentatzen

                           Beutetiere der Geparden

 


Der Gepard verfolgt seine Beute auch durchs Wasser
© Maggy Meyer

Die bevorzugte Nahrung von Geparden sind junge Huftiere wie Gazellen und Antilopen. Aber auch Warzenschweine zählen zur Beute der Raubkatze. Andere Kleinsäuger, wie Kaninchen oder Vögel, frisst der Gepard nur in Zeiten von Nahrungsmangel. Die Beute des Gepards wiegt nicht mehr als er selbst, höchstens bis zu 40 kg, und ist daher leicht zu überwältigen. Gnus und Zebras sind einem einzelnen Geparden meist zu groß. Jagd der Gepard allerdings in der Gruppe, mit Wurfbrüdern, erbeuten sie auch ab und an ein Tier dieser Gattungen. Geparden sind nicht wasserscheu und verfolgen ihre Beute, wenn es sein muss, auch durchs Wasser.


Antilopen und Elefanten an einem Wasserloch
© Ulla Trampert/pixelio.de

Die Geparde in Südafrika ernähren sich vorwiegend von Impalas, Kudus und Springböcken, während bei den Geparden in Ostafrika die Thomson-Gazelle ganz oben auf dem Speiseplan steht. Geparde sind keine Aasfresser und kehren nicht zu ihrer Beute zurück. Sie bevorzugen warmes Frischfleisch. Bis zu 10 kg verspeist der Gepard in einem Fraß. Die Beute wird am Bauch geöffnet. Zuerst werden die Innereien gefressen, dann das Muskelfleisch. Knochen und Haut werden verschmäht. Seinen Durst stillt der Gepard anschließend mit dem Blut seiner erlegten Beute.

Kudu

Der Kudu, Beutetier der Geparden
© Kirsten Stäber

Der Kudu, eine Antilopenart, lebt im östlichen und südlichen Afrika in Baumsavannen in der Nähe von Flüssen und ist ein Herdentier, das in Verbänden mit bis zu zehn Artgenossen lebt. Männchen und Weibchen leben in getrennten Gruppen. Die Antilopenmännchen tragen ein Gehörn, das bis zu 1 m lang wird. Weibchen haben keinen Kopfschmuck. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt circa 2,20 m, die Schulterhöhe um die 1,40 m. Kudus wiegen zwischen 200 bis 250 kg. Männchen haben eine Lebenserwartungvon etwa 8 Jahren, die Weibchen werden bis zu 15 Jahre alt. Ein neugeborenes Kalb kann bis zu 16 kg wiegen. Die Kälber werden während der Regenzeit geboren.

Impala

Impalas, Lieblingsbeute des Gepard, grasen in der
© Ulla Trampert/pixelio.de

Impalas sind mittelgroße afrikanische Antilopen mit einer Schulterhöhe von 0.90 m und einem Gewicht von 40 bis 65 kg. Männliche Impalas tragen ein Gehörn mit einer Länge bis zu 0.90 m. Sie leben im gesamten ostafrikanischen Gebiet bis hinunter nach Südafrika. Eine Unterart lebt im Grenzgebiet zwischen Angola und Namibia und wird wegen der schwarzen Gesichtszeichnung als Schwarznasenimpala bezeichnet. Anzutreffen ist die größte Schwarznasenimpala-Population im östlichen Teil des Etoscha-Nationalpark.

Thomson-Gazelle

Eine Thomson Gazelle, Beutetier des Gepard
© Kirsten Stäber

Die Lieblingsspeise der Geparde, die Thomson-Gazelle, ist in Kenia und Tansania weit verbreitet und lebt in offenen Savannen. Weibchen fassen sich in Herdenformationen von bis zu 60 Tieren zusammen. Die Gazelle erreicht eine Schulterhöhe von 0.65 m und wiegt circa 30 kg. Männchen und Weibchen tragen geringelte Hörner, circa 0.30 m lang. Die Thomson-Gazelle ist ziemlich flink und erreicht eine Laufgeschwindigkeit von 90 km/h, wodurch sie nur unwesentlich langsamer ist als ihr Jäger, der Gepard. Die Thomson-Gazelle ist vornehmlich in der Serengeti beheimatet, als zweithäufigstes Huftier. Die Serengeti ist eine ideale Nahrungsquelle für alle Raubkatzen.

Springbock

Sitzender Springbock, Beutetier des Gepard
© Alexander Medefind

Diese Antilope erhielt ihren Name durch ihr Verhalten. Macht sie die Beine steif und krümmt ihren Rücken, springt diese Antilopenart aus dem Stand senkrecht in die Höhe und erreicht stolze 3,5 m. Der Springbock erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 90 km/h. Innerhalb von 2 Sekunden ist er bereits stolze 60 km/h schnell. Die Antilopen leben in kleinen Verbänden als Wandertiere. Während der Regenzeit jedoch in Großherden, von bis zu 1.300 Tieren, im ostafrikanischen Raum. Männchen und Weibchen tragen auf dem Kopf geringelte Hörner.

Warzenschwein

Warzenschwein mit Nachwuchs blockiert eine Sandpis
© Janine-Grab-Bo/pixelio.de

Warzenschweine sind in weiten Teilen Afrikas beheimatet, von Mauretanien bis hinunter nach Südafrika und bevorzugen offene Savannen und lichte Wälder. Warzenschweine erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 0.90 m bis zu 1,50 m. Die Schulterhöhe beträgt 0.64 m bis 0.85 m. Warzenschweine wiegen zwischen 50 kg bis zu 150 kg. Ihre gekrümmten Hauer werden bis zu 0.60 m lang. Seinen Namen erhielt das Warzenschwein durch die markanten großen dunklen Warzen im Gesicht.     


Kuhantilope

Eine Kuhantilope, Beutetier der in der Seregngeti
© Lothar Henke/pixelio.de

Die Kuhantilope erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 2,00 m bei einem Gewicht von 200 kg. Ihre bis zu 0.70 m langen Hörner wachsen aus einem Stamm und biegen sich zuerst nach hinten und wachsen dann nach oben. Beide Geschlechter tragen Hörner. Die Antilope erreicht eine Fluchtgeschwindigkeit von 80 km/h. Die Weibchen leben in Herden mit bis zu 300 Tieren in einem Verband, in den trockenen Savannen Afrikas. Einst reichte ihr Lebensraum vom Mittelmeer bis nach Südafrika. In einigen Teilen Afrikas wurde die Kuhantilope jedoch ausgerottet.  Die größte Population lebt im Serengeti-Nationalpark.

Grant-Gazelle

Eine einsame Grant Gazelle trinkt an einem Wasserl
© Meinhard Siegmu/pixelio.de

Die Grant-Gazelle zählt zu den großen Gazellen. Ihre Schulterhöhe beträgt 0.82 m und das Gewicht liegt bei etwa 80 kg. Grant-Gazellen leben in Ostafrika, Tansania, Kenia, Äthiopien und Somalia in Halbwüsten und offenen Baumsavannen. Ihre Hörner sind geringelt und leicht nach hinten gebogen. Die Gazellen leben im Verband von bis zu 30 Tieren, unter der Leitung eines Männchens. Es gibt mehrere Unterarten.

Dorkas-Gazelle

Eine Dorkasgazelle, Lieblingssbeute der im Iran le
© Alexander Medefind

Den Geparden im Iran sind die Dorkasgazelle und die Kropfgazelle sehr schmackhaft.
Die Dorkasgazelle zählt mit ihren 20 kg Gewicht zu den kleinen Gazellenarten. Dorkasgazellen leben in Nordafrika, Vorderasien, auf der Arabischen Halbinsel bis zum Irak und Iran, gerne am Rand von Wüsten. Ihr sandfarbenes Fell ist eine perfekte Tarnung in der kargen Landschaft. Nur der Unterbauch ist weiß. Dorkasgazellen können ein Leben lang ohne Wasser auskommen, da sie ihren Flüssigkeitsbedarf mit der Nahrung von frischen Blättern aufnehmen.

Axishirsch

Axishirsche
© Kirsten Stäber

Die seit 2012 in Indien wieder angesiedelten Geparde bevorzugen den Axishirsch als Nahrung. Der Axishirsch hat eine Kopf- Rumpf-Länge von 1,40 m, bei einer Körpergröße von 0.80 m. Ein Axishirsch wiegt um die 100 kg. Das natürlichen Verbreitungsgebiete des Axishirsch ist Indien, der Süden von Nepal  und Sri Lanka. Die Hirsche leben in Gruppen von bis zu zehn Tieren in Savannen und offenen, mit wenig Bäumen bepflanzten, Buschlandschaften. Das Geweih des Männchens kann bis zu 0.75 m lang werden.





Kropfgazelle

Die Kropfgazelleverdankt ihren Namen einer Verdickung am Hals, die allerdings nur bei den männlichen Tieren ausgeprägt ist. Kropfgazellen leben in Asien und erreichen eine Schulterhöhe von circa 0.60 m und ein Gewicht von 30 bis 40 kg. Männliche Tiere tragen nach hinten gebogene Hörner auf dem Kopf, während die weiblichen Tiere hornlos sind. Kropfgazellen erreichen eine Fluchtgeschwindigkeit von um die 70 km/h.

Strauß

Straussen Familienausflug
© Jörn Dewald

Der Strauß ist der größte Vogel und gehört zu den Laufvögeln. Heute ist der Strauß nur noch in Afrika ansässig, südlich der Sahara. Einst zog sich sein Heimatgebiet bis auf den Asiatischen Kontinent hin. Außerhalb der Brutzeit leben die Vögel in Verbänden. Ein Straußenmännchen wiegt stolze 130 kg und wird bis zu 2,50 m groß. Weibliche Tiere haben ein Gewicht von circa 100 kg mit einer Größe von 1,80 m. Die Höchstgeschwindigkeit eines laufenden Straußenvogel liegt bei 70 km/h.

Geparde in Namibia lassen sich auch Straußfleisch schmecken.  Allerdings verbuchen die Raubkatzen nur einen Jagderfolg, wenn sie gemeinsam im Clan jagen.



Gnu

Eine Gnu-Herde in Südafrika
© Dieter Schütz/pixelio.de

Das Gnu ist eine afrikanisch Antilope, das in Herden in den offenen afrikanischen Savannen lebt. Ein Gnu hat eine Schulterhöhe von bis zu 1,40 m, eine Kopf-Rumpf-Länge von circa 2,00 m und ein Gewicht von bis zu 210 kg. Gnus sind Wandertiere. Während der Regenzeit in Tansania, sind sie in der Serengeti anzutreffen. Nach der Regenzeit in Tansania, ziehen die Gnus mit den Regenwolken nordwärts nach Südkenia in die Masai Mara Ebene, bis die Regenzeit wieder in Tansania einsetzt. Jagen mehre Geparde gemeinsam suchen sich jene auch gerne mal ein Gnu als Mahlzeit aus. Allerdings nur wenn keine Löwen in der Nähe weilen.

 

Zebra

Ein Zebra in Südafrika
© Janine Grab-Bo/pixelio.de

Ein Zebra hat eine Kopf-Rumpf-Länge von circa 2,00 m bis 3,00 m. Seine Schulterhöhe beträgt um die 1,20 m bis 1,60 m, bei einem Gewicht  zwischen 180 bis zu 450 kg. Zebras leben südlich der Sahara in Savannen aber auch in Bergregionen bis zu 1.800 m Höhe. Sie sind nicht Ortsansässig, sondern ziehen in der Herde umher. In Nordafrika sind die Tiere bereits ausgerottet. Die schwarzen Streifen auf dem weißen Fell dienen vermutlich der Tarnung.



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