Gepardentatze
                                                    Feinde des Gepards

Ein Gepard an einem Wasserloch
© Ulla Trampert/pixelio.de

Geparden haben sehr viele Feinde: Löwen, Hyänen, Leoparden und Greifvögel. Aus Mangel an Kräften können sich Geparde gegenüber anderen  Raubkatzen nicht behaupten, deshalb stehen sie in der Raubkatzenhierarchie an unterster Stelle. Oft nehmen jene Feinde den Geparden nicht nur die Beute weg, sondern töten und fressen auch deren Jungtiere, die bei der Geburt kaum größer als Meerschweinchen sind. Greifvögel zählen ebenfalls zu den Fressfeinden junger Geparde. Für die Greifvögel stellen sie ein Leckerbissen dar. Hyänen töten junge Geparde aus Hunger, Löwen töten sie, um die Konkurrenz für den eigenen Nachwuchs auszuschalten.


Ein irakischer Beduine mit einem erschossenen Gepa
Quelle: Wikipedia

Der größte Feind der Geparde ist jedoch seit eh und je der Mensch. Seit über 5.000 Jahren stellt der Mensch dieser schönen Großkatze nach. Einst wurden Geparde getötet, weil der Mensch sich gern mit ihrem wunderbaren Pelz schmückte oder das Gepardenfell zur Zierde als Vorleger benutzte. Der Adel ließ Geparde fangen, um sie zur Jagd abzurichten. Und als die ersten Zoos gegründet wurden, raubte der Mensch den Geparden ihre Freiheit, um sie weltweit in enge Käfige zu sperren. Heute, da es nur noch wenige Exemplare auf Erden gibt, steht diese großartige Raubkatze zwar unter Schutz, doch Farmer und Buschbewohner, die um ihre Viehbestände fürchten, sowie Großwildjäger vernichten die Raubkatzen auch weiterhin.


Hyäne

Streifenhyäne
©Kirsten Stäber

Hyänen gehören der Ordnung der Raubtiere an, unterteilt in vier Arten, die in weiten Teilen Afrikas leben. Drei Arten zeichnen sich durch ein sehr kräftiges Gebiss aus: die Tüpfelhyäne, die Streifenhyäne und die Schabrackenhyäne. Ihre Reißzähne sind klingenartig geformt, was dem besseren zerkleinern der Beute dient. Die Tüpfelhyäne ist ein Jäger, während sich die anderen Hyänen  von Aas ernähren. Hyänen erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 0.55 m bis 1.60 m. Die Schulterhöhe beträgt 0.45 m bis 0.80 m.

Löwe

Löwen, die größten Feinde der Gepar
© Eduard Tkocz

Löwenleben im Rudel und sind nach dem Tiger die kräftigsten Raubkatzen. Ein Löwenmännchen hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 1,70 m bis 2,50 m und bringt es auf stolze 220 kg Körpergewicht. Bevorzugt leben Löwen in Savannen und Trockenwäldern. Es gibt circa noch 40.000 Löwen in freier Wildbahn. Doch das Feliene Immundefizienz-Virus macht diesen Tieren zu schaffen. Fast 60 % aller in Südafrika lebenden Löwen tragen dieses Virus in sich. Einen Impfstoff gibt es nicht. Löwen vergreifen sich, wenn sich ihnen die Gelegenheit bietet, an jungen Geparden um diese zu töten. Vermutlich um die Nahrungskonkurrenz für den eigenen Nachwuchs auszuschalten.

 

Leopard

Ein fauchender Leopard streift durch die Savanne A
© Jochen/pixelio.de

Leoparden leben in Afrika und Asien. Sie sind die viertgrößten Raubkatzen und die Aggressivsten. Der Leopard hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 0.90 m bis 1.90 m. Auch er wird oftmals Opfer anderer Raubtiere, Löwen und Tüpfelhyänen nehmen ihm die Beute ab. Deshalb schleppen Leoparden ihre Beute auf Bäume, um sie vor der Konkurrenz zu schützen. In Indien gab es einst einen legendären Menschenfressenden Leoparden der von 1916 bis 1925 über 125 Menschen gefressen haben soll. Ein Großwildjäger erlegte ihn 1925. Auf Sri Lanka tötete 1924 ein Leopard 12 Menschen. Leoparden fallen gerne auch über den Geparden-Nachwuchs her und fressen ihn auf.

Wildhund

Ein neugierig blickender Windhund
© Kirsten Stäber

Afrikanische Wildhunde leben in den Savannen südlich der Sahara. Sie sind die größten Wildhunde und ähneln äußerlich der Hyäne. Wildhunde sind Herdentiere, doch pflanzt sich jeweils nur das dominanteste Paar eines Rudels fort.

Wildhunde erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 0.90 m, der Schwanz hat 0.35 m Länge und die Schulterhöhe beträgt 0.70 m. Das Körpergewicht wird auf circa 25 kg beziffert. Die Hunde sind vom Aussterben bedroht.

Greifvogel

Ein Greifvogel schwebt elegant durch die Luft
© Günther Alois/pixelio.de

Greifvögel ernähren sich von kleinen und mittelgroßen Säugetieren, Fisch, Vögeln und Reptilien aber auch von Aas. Hoch oben in der Luft ziehen die Greifvögel im Segelflug große Kreise und suchen die unter ihnen liegende Landschaft nach Beutetieren ab. Erspähen sie ein Beutetier stürzen sich die Greifvögel blitzschnell in die Tiefe, greifen ihr Opfer mit ihren scharfen langen Krallen um es an einen sicheren Ort zu transportieren. Greifvögel haben eine Flügelspannweite von bis zu 3,00  m. Ein afrikanischer Kampfadler greift sich Beutetiere die um die 30 kg wiegen.

Pavian

Paviane töten öfter Gepardenbabys
© Kirsten Stäber

Paviane leben auf dem gesamten afrikanischen Kontinent in Gruppen von bis zu 200 Tieren. Sie gehören zu den Allesfressern, ernähren sich zwar vorwiegend von Gräsern, Blüten, Sträuchern und Wurzeln, doch auch Insekten und kleinere Säugetiere, wie Hasen, werden nicht verschmäht. Entdecken Paviane junge Geparden fallen sie auch über die kleinen Raubkatzen her. Paviane haben ein kräftiges Gebiss mit ausgeprägten Eckzähnen und können sehr aufdringlich und aggressiv sein. Weibliche Tiere sind kleiner als die Männchen. Der Pavian hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 0.40 m bis 1.15 m und eine Schwanzlänge von circa 0.80 m.


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