Raubkatzten Pfotenabdruck
                               Gepard - Acinonyx jubatus

                                       

Der Gepard, Acinonyx jubatus, erreicht eine Laufge
©snuesch,dido-ob,Lothar Henke,muelli75/pixelio.de

Der Gepard, Acinonyx jubatus, das wohl anmutigste Geschöpf des Tierreichs, ist die schnellste Raubkatze der Erde; ein Meisterwerk der Schöpfung. Sein schlanker, fettarmer Körper ist perfekt für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Er erreicht eine Jagdgeschwindigkeit von über 100 km/h, was einzigartig ist, im Reich der großen Katzen. Zudem bietet keine andere Raubkatze eine so elegante, geschmeidige Beweglichkeit wie der Gepard. Seine sportliche Erscheinung fasziniert einfach jeden. Leider ist diese wunderbare gefleckte Katze sehr stark vom Aussterben bedroht.


Das schwarz gefleckte Fell des Gepard macht ihn in
© Kirsten Stäber

Die auch als "Geister der Savanne" bezeichnete Raubkatze versteht es perfekt, sich in den endlos weiten Graslandschaften Afrikas fast unsichtbar zu machen.  Das sandfarbige, schwarz gefleckte Fell des Gepard dient nicht nur als ideale Tarnung, um zwischen Büschen, dichtem Gestrüpp und hohem Gras von seinen Feinden unentdeckt zu bleiben, sondern erweist sich auch als erstklassiger Deckmantel beim Anpirschen an Beutetiere, denen sich der Gepard bis auf 10 m nähern kann, ohne entdeckt zu werden. Dies garantiert dem Cheetah einen hohen Jagderfolg.


Gepard im Klimawandel in einer verschneiten Landsc
©Lothar Henke/pixelio.de

Einst lebten Geparden auf vier Kontinenten: Europa, Afrika, Amerika und Asien. Vor circa 30.000 bis 70.000 Jahren trennte sich jedoch die Population voneinander. In Europa und Amerika starben die Geparde aus. Die genaue Ursache dafür ist unbekannt, aber es wird vermutet, dass es an einer Seuche oder einem drastischen Klimawandel gelegen haben könnte. Nur in Asien und Afrika überlebte eine kleine Population, die sich zunächst wieder erholte, bis der Mensch die faszinierende Raubkatze für sich entdeckte und mit ihrer Ausrottung begann. Afrikanische Stammesfürsten schmückten sich mit den Fellen der Geparde, arabische und asiatische Herrscher hielten sich die gefleckten Raubkatzen als Haustiere. Großwildjäger schossen wahllos Geparden ab und seit dem 19. Jahrhundert sorgen afrikanische Farmer für eine weitere Dezimierung, um ihre Viehbestände zu schützen.

Der Gepard - Acinonyx jubatus - auf einem Termiten
© Lothar Henke/pixelio.de

Geparde sind das Lieblingsmotiv vieler Fotografen, denn die schönen und stolzen Raubkatzen verstehen es, sich stets perfekt in Pose zu setzen. Sie sind die „Top-Models“ in der Tierwelt. Ihre Lieblingsposition ist das Sitzen auf einem kleinen Erdhügel, wie eine Sphinx, von welchem sie die nähere Umgebung gut überblicken können, um nach Feinden oder Beutetieren Ausschau zu halten. Manchmal verharren Geparden dort stundenlang, fast unbeweglich, auf diesem, ihrem Thron. Auch die beidseitigen Gesichts-Tattoos, die sich von den Augen bis hinunter zu den Mundwinkeln ziehen, heben Geparde von den anderen großen Raubkatzen deutlich ab. Der Gepard ist eine der schönsten Katzen aus der Familie der Felidae.

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