Raubkatzenfussabdruck
                          Schutzprojekte für Geparden

Sir Bani Yas Island

Geparde sind auf den Schutz des Menschen angewiese
© Kirsten Stäber

Bani Yas: Sir Bani Yas Island ist eine Insel, circa 250 km südwestlich von Abu Dhabi gelegen,  auf der mehr als 5.000 Tiere frei leben. 1971 gründete der damalige Herrscher der Vereinigten Arabischen Emirate Scheikh Zayed bin Sultan al Nahayan das Reservat. In den vergangenen Jahrzehnten wurden mehrere Millionen Bäume gepflanzt und nach und nach vom Aussterben bedrohte Tierarten angesiedelt. Heute leben unter anderem Strauße, Giraffen, Hyänen, Gazellen,  Lamas und Oryx-Antilopen auf der Insel. Seit Mitte 2009 sind auch Geparde auf der Insel heimisch, die einzigen wild lebenden Geparde in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zwei Männchen und ein Weibchen der Gattung Acinonyx jubatus soemmeringii, also Sudangeparden, die nächsten lebenden Verwandten der ausgestorbenen Geparde, die einst auch die Arabische Halbinsel durchstreiften. Durch die geografische Nähe zu Afrika sind die klimatischen Bedingungen für die Raubkatzen optimal. Auf Sir Bani Yas Island finden die Geparden nicht nur ideale Jagdbedingungen vor, sondern auch genügend Nahrung.

Gepard
© Kirsten Stäber

Weibchen Safira, geboren 2005, kam am 1. Mai 2009 auf die Insel. Gibbs und Gabriel, die beiden Kater, folgten kurz darauf am 20. Juli 2009. Am 5. April 2010 gebar Safira vier Babys in einer Höhle. Vater ist Kater Gabriel. Alle Jungtiere überlebten. Die drei erwachsenen Geparde wurden kurz nach ihrer Ankunft mit GPS-Halsbändern ausgestattet, um ihr Verhalten zu beobachten. Der Sir Bani Yas Island Park ist dem EEP angeschlossen.

AGA

Gepardin Xenia
© Pia von Steegen

AGA steht für die Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V. und ist seit über 25 Jahren weltweit tätig. AGA setzt sich für den Schutz bedrohter Tierarten ein. Gemeinsam in Partnerschaft mit dem CCF - Cheetah Conservation Fund -, in Namibia, kümmert sich die AGA auch um den Gepardenschutz, durch diverse Erhaltungsmaßnahmen in Afrika, wie der Konfliktlösung Mensch - Wildtier. 

Arabians Wildlife Center

Gepardin
© Pia von Steegen

1999 wurde im Emirat Sharjah das Arabian Wildlife Center (BCEAW – Breeding Centre Endangered Arabian Wildlife) eröffnet, unter der Schirmherrschaft von Seiner Hoheit Dr. Sheikh Sultan bin Mohammed Al Qassimi, Regent des Emirats. Das Areal liegt mitten in der Wüste circa 25 km östlich der Stadt Sharjah. Ziel ist es, einheimische Tierarten zu schützen und weltweit vom Aussterben bedrohte Tierarten zu züchten und zu erforschen. Der arabische Gepard starb vermutlich irgendwann Mitte der 1970er Jahre auf der Arabischen Halbinsel aus. Das Arabian Wildlife Center beherbergt zurzeit 30 aus Nordafrika stammende Geparde, Acinonyx jubatus sommeringii, von denen die meisten beschlagnahmt wurden, als Privatpersonen versuchten, die Tiere illegal in die Arabischen Emirate einzuführen.


Kuno-Wildreservat

Gepardenmutter mit Nachwuchs
© Kirsten Stäber

Die indische Regierung ist seit 2012 dabei Geparden und anderen Raubkatzen in einem extra dafür eingerichteten Naturschutzgebiet wieder anzusiedeln. Bis 1947 lebte die gefleckte Raubkatze auch in Indien, dann wurde der letzte Gepard im Madhya-Pradesh Gebiet abgeschossen. Afrikanische Geparde und auch Geparde aus dem Iran werden in den kommenden Jahren im nordindischen Bundesstaat Madhya-Pradesh eine neue Heimat finden. Vorgesehen ist das KUNO-Wildreservat, ein über 1.200 km² großes Naturschutzgebiet, durch das der Fluss Kuno fließt. Die Vegetation besteht aus hügeligem Grasland und Savannen, also ideale Lebensbedingungen für die Raubkatzen. Circa 90 Geparde sollen dort angesiedelt werden. Sie werden dort ein großes Potenzial an Beutetieren vorfinden: indische Gazellen, Axishirsche, Nilgauantilopen und Wildschweine.

 

H.E. Sheick Butti Maktoum's Wildlife Center

Asiatische Geparde stehen unter Schutz
© Kirsten Stäber

Eine Einrichtung in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, die sich auf den Schutz, die Zucht und den Erhalt von Geparden und Leoparden spezialisiert hat.
Nähere Informationen waren leider nicht bekommen.

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