Raubkatzentatze

                         Geparden - Unterarten


Gepard

Zoologisch-taxonomisch gesehen unterscheidet die Wissenschaft zwischen fünf noch lebenden Unterarten des Acinonyx jubatus, obwohl man heute eigentlich nur noch von zwei Populationen spricht, dem Asiatischen Gepard und dem Afrikanischen Gepard. Gepard ist also nicht gleich Gepard. Vier Unterarten sind in Afrika ansässig, eine in Asien. Diese Unterarten sind genetisch voneinander stark getrennt, sodass eine Verpaarung der Arten untereinander fatale Folgen hätte. Einige der Unterarten sind zierlicher als die anderen oder weisen eine besonders große, intensive Farbfleckung auf, wie der Sudangepard.

Der gestreifte Königsgepard ist weder eine eigene Unterart, noch ein Hybrid, sondern kommt in allen afrikanischen Unterarten vor. Verantwortlich für die Streifung ist ein vererbbares Gen.



              Unterart                                               Verbreitung                            Populationsgröße
  Acinonyx jubatus venaticus                           Iran                                              circa         100
  Acinonyx jubatus soemmeringii                    Nord-Ost-Afrika                          circa          500
  Acinonyx jubatus jubatus                               Südliches Afrika                         circa        6000
  Acinonyx jubatus raineyi                                Ostafrika                                      circa        4000
  Acinonyx jubatus hecki                                  West-Nord-Afrika                        circa          250

Asien

Acinonyx jubatus venaticus

Iranischer Gepard, Acinonyx jubatus venaticus,  im
© Iranian Cheetah Society

Asiatischer Gepard. Der Acinonyx jubatus venaticus war einst im gesamten zentralasiatischen Raum vom Kaspischen Meer bis hinunter nach Indien weit verbreitet. Heute leben nur noch wenige Geparde dieser Gattung in Schutzgebieten im  nördlichen Iran am Rand der Kavir Wüste. Die iranische Umweltbehörde schätzt die Zahl der im Iran lebenden Geparde auf höchstens 100 Tiere und hat drastische Schutzmaßnahmen zur Erhaltung dieser Gepardenart ergriffen. Sie leben in eigens für sie geschaffenen Reservaten. Der Asiatische Gepard ist eine der am stärksten bedrohten Katzenarten.


Afrika

Acinonyx jubatus soemmeringii

Ostafrikanischer Gepard, Acinonyx jubatus soemmeri
© Caro S

Lebensraum: Nord-Ost-Afrika. Zu finden also im Sudan, Äthiopien, Djibouti, Eritrea, Somalia, Nigeria, Kamerun und im Tschad.

Der Acinonys jubatus  soemmeringii wird auch "Sudangepard" genannt und zeichnet sich durch eine besonders intensive Fleckung aus. Er lebt im Süden des Sudan, im nördlichen Somalia, vereinzelt im südlichen Tschad, im süd-westlichen Äthiopien, in Eritrea und Djibouti, im nördlichen Nigeria sowie im  nördlichen Kamerun.



Acinonyx jubatus jubatus

Südafrikanischer Gepard, Axinonyx jubatus jub
© Kirsten Stäber

Südafrikanischer Gepard. Lebensraum: Südafrika, Mosambik, Simbabwe, Botswana, Namibia, Angola.

Der Acinonyx jubatus jubatus bildet die größte Gepardenpopulation von circa 6.000 Exemplaren. Er lebt auf dem gesamten südafrikanischen Kontinent vom  westlichen Namibia, über Südafrika, Simbabwe, Botswana bis hin zum östlichen Mosambik.


Acinonyx jubatus raineyi

Ostafrikanischer Gepard, Acinonyx juabtis raineyi
© Karl Scheliessnig

Ostafrikanischer Gepard. Lebensraum: Ostafrika, Kenia, Somalia, Tansania, Uganda.

Der Acinonyx jubatus raineyi dürfte wohl die zweitgrößte Gepardenpopulation ausmachen. Er lebt in der gesamten Serengeti, Kenia, Tansania, in Südsomalia und im nördlichen Uganda.



Acinonyx jubatus hecki

Sahara-Gepard, Acinonyx jubatus hecki, aufgenommen
© SCF/www.saharaconservation.org

Auch als Sahara-Gepard bezeichnet. Lebensraum: Nord-West-Afrika, teilweise in der Sahara, fast ausgestorben. Es gibt nur noch wenige Exemplare in Niger, Libyen, Mali und Algerien. Die Geparde nordwestlich der Sahara sind mit 0.65 m etwas kleiner als ihre Artgenossen im übrigen afrikanischen Raum. Die noch lebende Population des Acinonyx jubatus hecki wird auf circa 200 Tiere geschätzt und ist sehr stark vom Aussterben bedroht. Temperaturen von bis zu 50° C im Schatten machen den Geparden ebenso zu schaffen, wie die Beuteknappheit und der akute Wassermangel. Sahara-Geparden sind eher nachtaktiv und haben eine Vorliebe für Höhlen.

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