Gepardentapsen
                                                  Geparden Geburt

5 neugeborene Geparden
© Alf Drosdziok

Kurz vor der Geburt, sucht die Gepardin nach einem geeigneten Versteck, um dort ihren Nachwuchs zu gebären. Das kann eine Höhle sein, eine Erdkuhle in einem Dornenbusch oder ein sicheres Plätzchen zwischen dichtem Gestrüpp im hohen Gras – auf jeden Fall ein Ort, der die Gebärende bestmöglich vor Feinden schützt. Die meisten Geburten finden in der Nacht statt. Die Wehenphase ist kurz und die Geburt nach wenigen Stunden abgeschlossen, sofern keine Komplikationen auftreten und die Jungtiere den Geburtskanal zügig passieren. Eine zu lange Geburtsphase könnte unnötig Feinde anlocken.

Gepardenbaby wenige Minuten alt
© Astrid Harsch

Wird die Geburtsphase durch äußere Einflüsse gestört, kommt es vor, dass die Gepardin ihre Jungen nicht annimmt. Dies ist besonders bei unerfahrenen Müttern zu beobachten. Nach einer Tragzeit von circa 90 bis 95 Tagen setzen die Wehen ein. Vor der Geburt putzt sich die Gepardin ausgiebig, bis die Eröffnungswehen beginnen und die Fruchtblase platzt. Auf die Eröffnungswehen folgen die Presswehen, welche das erste Gepardenbaby schließlich mit dem Kopf oder dem Hinterteil voran durch den Geburtskanal pressen. Ist das erste Baby geboren, wird es von der Mutter mittels ihrer Zähne abgenabelt und von der Fruchthülle befreit. Die Nachgeburt wird von der Gepardin dabei aufgefressen, um durch den Geruch der Nachgeburt keine Feinde anzulocken. Anschließend leckt die Mutter ihr Junges sauber. Durch das Ablecken mit der rauen Zunge wird der Kreislauf des Babys angekurbelt.

Gepardenbabys wenige Stunden alt
© Astrid Harsch Filmtierschule

Aus der Nase fließt ein Schleimsekret und das Raubkatzenbaby tätigt seinen ersten leisen Schrei. Willkommen in der Erdenwelt. Instinktiv sucht das Gepardenbaby eine der 6 Zitzen der Mutter und beginnt zu trinken. Nach der ersten Mahlzeit leckt die Mutter über den Bauch des Babys, um seine Darmtätigkeit zu aktivieren, bis der erste Kot erfolgt. Ist das Erstgeborene versorgt, setzen die Wehen erneut ein und das nächste Gepardenbaby verlässt den Geburtskanal. Es wird ebenso gut versorgt wie das das ältere Geschwisterchen. Zwischen den einzelnen Geburten liegen  30 Minuten bis zu 1,5 Stunden.

Gepardenbaby wenige Minuten alt
© Astrid Harsch

2 bis 6 Jungtiere bringt eine Gepardenmutter zur Welt, mit einem Geburtsgewicht zwischen 200 bis 300 g und einer Größe zwischen 25 cm bis 30 cm. Die kleinen Raubkatzen kommen blind, zahnlos und mit geschlossenen Augen zur Welt. Zwischen dem 3. bis 10. Lebenstag öffnen die kleinen Mini-Geparden ihre Augen und beginnen sich fort zu bewegen.

Gerhrad Harsch half bei der Gepardengeburt
© Astrid Harsch

Am 26.10.2012  brachte Gepardin Mali 5 kleine Geparde zur Welt. Vor der Geburt, als die Wehen einsetzten, wurde die Gepardin  sehr unruhig. Die eigentliche Geburt dauerte 3,5 Stunden. Um 3:55 wurde das erste Gepardenbaby geboren, um 7:30 das fünfte Gepardenbaby.

Gerhard und Astrid Harsch bei der Niederkunft dabei und unterstützten die Gepardin bei der Geburt ihrer Babys.

                                                                          © Astrid Harsch
Vier kleine Geparden rufen nach der Mutter
© Allwetterzoo Münster

Der Allwetterzoo in Münster befasst sich seit 2001 mit der Zucht von Geparden. Bis 2013 wurden dort jedes Jahr  Geparden geboren, insgesamt über 55 kleine Raubkatzen. Das ist einmalig in der europäischen Zoogeschichte. Ein vortreffliches Zeichen, das sich die Raubkatzen dort wohl fühlen und immer die richtigen Partner für die Gepardinnen ausgesucht wurden.

Im Januar 2009 vermeldete der Jaderpark eine Sensation: Sechslinge geboren. Das ist ein seltenes Ereignis in der europäischen Zoowelt.
Sechs junge Geparden spielen im Jaderpark
© Jaderpark
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