Iranian Cheetah Society

Iranischer Gepard
© Foto by Iranian Cheetah Society

Die Schutzorganisation Iranian Cheetah Society wurde 1997 von drei iranischen Studenten in Teheran gegründet, mit dem Ziel, die natürlichen Lebensräume der letzten asiatischen Geparde zu erhalten und die dort lebende Bevölkerung in den Gepardenschutz mit einzubeziehen. Zudem hat die iranische Umweltbehörde gemeinsam mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen ein Projekt zur Erhaltung des Lebensraums der asiatischen Geparde - Acinonyx jubatus venaticus - gestartet, welche am Rand rund um die Salzwüste Dasht-e-Kavir leben, die im Norden des Iran liegt.

Iranischer Junggepard
© Iranian Cheetah Society, Marita

Um das Leben dieser prachtvollen Katzen wissenschaftlich zu beobachten wurden zwei Kater wurden mit 350 g leichten GPS – Halsbändern ausgestattet. Mittels dieser Halsbänder lassen sich deren Lebensraumnutzung sowie ihre Wanderwege genau verfolgen. Zudem wurden Wildhüter in den Nationalparks eingesetzt und Kamerafallen aufgestellt. 1970 gab es noch circa 400 Geparde im Iran. Wilderei und die Überweidung der Lebensräume der Raubkatze  hat die iranischen Geparde fast an den Rand der Ausrottung gebracht. Heute leben noch ungefähr 100 Tiere am Rand rund um die Salzwüste Dasht-e-Kavir. In den Gras- und Steppenlandschaften rund um die Wüste vermutet die Iranian Cheetah Society noch sechs separate Geparden-Bestände – zum einen im 14.000 km² großen Kharturan-Schutzgebiet in der Semnan-Provinz sowie im 15.000 km² großen Naybandan-Tabas-Nationalpark in der Yazd-Provinz. Auf dem Geparden-Speiseplan stehen Hasen, die Dorkasgazelle und die Kropfgazelle. Doch auch die Wildtierbestände nehmen stetig weiter ab. Einst lebte der asiatische Gepard im gesamten Nahen und Mittleren Osten, auf der Arabischen Halbinsel, Iran, Irak, Pakistan, Afghanistan und Indien.

Iranischer Junggepard
©Iranian Cheetah Society, Marita

Am 31. August 2007 führte die iranische Regierung erstmals den Cheetah Day ein. Seit dem finden an diesem Tag jährlich viele Veranstaltungen statt, um die Bevölkerung auf die gefährdete Raubkatze aufmerksam zu machen und sie aufzufordern, sich für den Gepardenschutz einzusetzen. Ebenso wird die Bevölkerung über neue Schutzmaßnahmen informiert und darüber, wie es um die iranische Geparden-Population steht. Broschüren und Kalender werden verteilt und die Entwicklung der asiatischen Geparde auf einer Webseite dokumentiert. Wilderei wird inzwischen sehr hart bestraft.

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