Königsgepard

Acinonyx jubatus rex

Gestreifte Königsgepardin Helen, Acinonyx jub
© Caro S

Der Königsgepard, eine sehr seltenen Raubkatze, lebt im gesamten südwest- und südostafrikanischen Raum, indem Geparde leben. Der Königsgepard ist aber weder eine eigene Art noch ein Hybrid. Durch eine Genmutation ist die Raubkatze, anstatt mit schwarzen Punkten auf dem goldgelben Fell, mit schwarzen Streifen auf dem Rücken und besonders großen schwarzen Flecken am Körper ausgestattet. Das Fell des Königsgeparden ist seidiger, dichter und etwas länger als das normaler gefärbter Geparde. Zudem weist sein Hinterkopf eine kurze schwarze Kopf-Nackenmähne auf. Der Königsgepard ist etwas größer als der normale Gepard.

 


© Barbara Scheer, Zoo Wuppertal

Lange Zeit glaubte die Wissenschaft, dass es sich bei einem Königsgepard um eine Gepard-Leopard-Hybride handelt und stufte ihn als Acinonyx jubatus rex ein. Was aber 1981 durch das Cheetah de Wildt Center in Südafrika wieder revidiert wurde. Dort wurden zwei Gepardinnen mit einem kurz zuvor in der Transvaal-Region gefangenen normal gefleckten Männchen verpaart und brachten in ihren Würfen neben normalen Geparden je einen Königsgepard zur Welt.

Königsgeparde haben ein gestreiftes Fell
Klaus Jost

Das für die schwarze Streifung verantwortliche Gen wird rezessiv vererbt. Das bedeutet, nur wenn beide Elterntiere dieses bestimmte Gen in sich tragen, können in einem Wurf, der dennoch meistens aus gefleckten Geparden besteht, auch gestreifte Babys dabei sein. 
Melanismus entsteht durch die Mutation bestimmter Gene. Die dicke schwarze Streifung im Fell des Königsgeparden wird durch das rezessiv vererbbare Gen Agoutilocus hervorgerufen, welches die schwarzen Bereiche des Fells extrem verstärkt. Melanismus, die Schwarzfärbung des Fells, gibt es in unterschiedlichen Variationen. Die Veränderung der Gene, welche für die Fellfarbe und die Färbung des Fellmusters verantwortlich sind, sind natürlichen Ursprungs und entwickelten sich  im Laufe der Evolution. Beim Jaguar, Serval und dem Leopard führt Melanismus zur völligen Schwarzfärbung des gesamten Fells.

Königsgepard im Cheetah de Wildt Center
© Cheetah deWildt Center

Melanismus wird vermutlich unterstützt durch veränderte Klimabedingungen wie extreme Sonneneinstrahlung, hohe Luftfeuchtigkeit und verminderten Temperaturen. Durch die auffällig gestreifte Fellzeichnung ist der Königsgepard in freier Wildbahn schlechter getarnt als seine gefleckten Artgenossen, was ihm in der Wildnis erhebliche Nachteile bringt, denn für Beutetiere und Feinde ist er leicht zu erkennen.

Königs Gepard King Cheetah
© Cheetah deWildt Center

Zum ersten Mal berichteten Reisende, die 1926 aus Zimbabwe kamen, dieses außergewöhnliche Tier gesehen zu haben. Doch die Berichte wurden lange Zeit angezweifelt. Zwar tauchten in Südafrika auch vor 1926 immer wieder Felle von Königsgeparden auf, doch erst 1974 gelang es schließlich erstmals einen Königsgepard im Krüger Nationalpark zu fotografieren.

 

© Caro S. Aufgenommen bei Cheetah Experience

Zwei getreifte Königsgeparden in Afrika
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