Raubkatze
                          Geparden-Revier

Ein Gepard durchstreift sein Territorium
© Kirsten Stäber

Geparde zeigen im Gegensatz zu anderen Raubkatzen kein typisches Revierverhalten, da sie nicht ortsgebunden sind. Männchen durchstreifen ein circa 800 km² großes Gebiet. Weibchen ziehen im Laufe eines Jahres mit den Beutetieren und leben auf einem doppelt so großen Territorium, etwa 1.500 km². Hat ein Weibchen Nachwuchs, ist es auf ein besonders großes Beute-Repertoire angewiesen und wandert mit ihren Jungen im Laufe eines Jahres durchaus mehrere hundert Kilometer.


Revierkämpfe unter Geparden sind selten, rauf
© Elmar Weiß

Im Gegensatz zu anderen Raubkatzen brauchen Geparden, da sie nicht ortsgebunden sind, auch kein Revier zu verteidigen. Sie stehen ohnehin in der Raubkatzenhierarchie ganz unten und würden bei Revierkämpfen meist den kürzeren ziehen. Auch untereinander sind die gefleckten Raubkatzen bemüht, Kämpfe zu vermeiden. Treffen zwei Geparde aufeinander, gehen sie sich meistens aus dem Weg. Sie übersehen sich ganz einfach. Sind allerdings Wurfbrüder unterwegs, also mehrere Männchen aus einem Wurf, kann es durchaus vorkommen, dass diese Gruppe einzelne Geparden, die ihren Weg kreuzen, aus Übermut angreifen.

Ein Gepard markiert einen Baumstamm
© Kirsten Stäber

Geparden markieren das Gebiet, in dem sie gerade umherstreifen, durch Urin und Kratzspuren an bestimmten Markierungsbäumen, um ihre Paarungsbereitschaft anzuzeigen. Ihre Duftmarke hält etwa 24 Stunden an. Dieser Zeitraum genügt,  um das andere Geschlecht, welches sich gerade in diesem Gebiet  aufhält, auf sich aufmerksam zu machen. Ein Gepard setzt keine Markierungen, wie andere Raubkatzen, um sein Territorium abzustecken.

Ein Gepard auf einem Markierungsbaum.

Zwei ausgeschlafene Geparden bereiten sich zur Jag
© Siegbert Heine/pixelio.de

Zwei Geparden bereiten sich auf die Jagd vor. Dies wird angezeigt durch ausgiebiges Recken und Strecken der Glieder sowie durch wiederholtes Gähnen. Wenn ein Gepard gähnt, deutet diese Geste selten auf Müdigkeit hin, sondern vielmehr darauf, dass der Gepard nach seinem ausgiebigen Schläfchen nun hungrig ist.


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