Fussabdruck Raubkatze
                      Zoo - History Geparden

Gepard im Tierpark Nadermann
© Tierpark Nadermann / Thomas Finke

Bereits im 5.Jahrtausend v. Chr. wurden in Ägypten wilde Tiere auf sehr engem Territorium gehalten. In den Tempeln hielten die Priester Affen, Ibisse und Katzen, die den Ägyptern als heilig galten. Von der Pharaonin Hatschepsut wurde bei Theben der erste zoologische Garten errichtet. 1150 v. Chr. wünschte sich Wu-Wang, Kaiser von China, einen Garten mit exotischen Tieren. Vögel, Säugetiere, Reptilien und Fische schmückten alsbald die kaiserlichen Gärten. Im 13. Jahrhundert n. Chr. war es Kaiser Friedrich II., der am sizilianischen Hof einige Tiergehege anlegen ließ und Elefanten, Giraffen, Affen, Geparde, Gazellen, Büffel, Kamele und Vögel zu Schau stellte.


Ein gähnender Gepard
©Zoo Wilhelma

Mitte des 16 Jahrhunderts bekam auch Deutschland die ersten Tiergehege, nach italienischem Vorbild. Der Kurfürst von Sachsen erfreute sich in Dresden an Löwen, Bären, Elefanten und anderen Tieren.

Der französische König Ludwig XIV. ließ 1662 im Schlosspark von Versailles einen kleinen Komplex aus vergitterten Gehegen für exotische Tiere errichten.
Es folgte 1752 ein Tierpark auf dem Gelände von Schloss Schönbrunn, in Wien, auf Wunsch der Kaiserin Maria Theresia, die damit den österreichischen Adel erfreute und europäische Herrscherhäuser ins Staunen versetzte. Dieser Tierpark blieb bis heute erhalten und ist somit der älteste Zoo der Welt. 1778 wurde er auch der Öffentlichkeit zugänglich.

Diesem Beispiel folgte London 1829 und eine ganze Welle von Zoogründungen begann: Dublin 1831, Bristol 1838, Amsterdam 1838, Antwerpen 1843, Berlin 1844, Frankfurt 1858, Dresden 1861, Hamburg 1863, Hannover 1865, Stettin 1882, München 1910.

Tierpark Hagenbeck um 1920
HAG = © Hagenbeck, 1920

Dem Hamburger Carl Hagenbeck missfiel die vergitterte Tierhaltung und er beschloss 1907 seine Tiere in gitterlose Landschaften zu integrieren, die möglichst dem natürlichen Lebensraum der jeweiligen Tiere entsprechen. Die Gehege sind entweder von tiefen Gräben oder von Glasscheiben umgeben, so dass ein Ausbrechen für die Tiere nahezu unmöglich scheint. Hagenbeck war der erste Tierpark, der verschiedene Herdentiere, wie z. B. Giraffen, Zebras, Antilopen, der afrikanischen Wildnis entsprechend in eine Gemeinschaftshaltung eingliederte.


Geparde sind international geschützt
© Kirsten Stäber

Der erste europäische Zoo, der Geparden hielt, war der Zoo in London. Um 1830 trafen dort die ersten Geparde aus Indien ein. Aber Geparde vermehrten sich zur damaligen Zeit in Gefangenschaft nicht. So bediente man sich immer wieder am Nachwuchs aus Mutter Natur. Die Tiere tauschten die Freiheit gegen kleine vergitterte Käfige mit gefliestem Boden. 1871 stellte der Central Oark Zoo in den USA der Öffentlichkeit seine Geparden vor. 1939 erhielt die Zoological Society in San Diego 5 Geparden.


Gepard Bunjee auf seinem Kletterbaum
© Kirsten Stäber

Den ersten weltweiten Geparden-Nachwuchs verzeichnete der  Zoo in Philadelphia, USA, im Jahre 1956. Es kamen 3 Gepardenbabys zur Welt, die jedoch alle starben.

1970 wurden in San Diego, Zoological Society, 3 Geparde geboren.

Im Krefelder Zoo, Deutschland, gab es 1960 den ersten Geparden-Nachwuchs,  der in Europa geboren wurde. Es waren 4 Babys, von denen 2 überlebten.

Dem Allwetterzoo in Münster gelang im Jahre 1975 die Zucht und seit 2001 werden dort jedes Jahr junge Raubkatzen geboren. Bis 2009 waren es 47 Gepardenbabys,die dort das Licht der Welt erblickt haben.


Gepard im hohen Gras
© Kirsten Stäber

Der Tierpark Herberstein, in Österreich, beherbergt seit etwa 1968 Geparde. Um die Geparde fit zu halten und zu fordern wurde zeitgleich für die Raubkatzen ein Beutesimulator entwickelt; der weltweit erste für Geparden. Tierpfleger des Parks arbeiteten eng mit Professor König zusammen, vom Wiener Institut für Vergleichende Verhaltensforschungen und entwickelten die Konstruktion.

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